Kindertheater schadet Stadt. Über den Eklat zwischen ÖVP und SPÖ.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:48)

Mit der letzten Gemeinderatssitzung in Korneuburg hat das Verhältnis zwischen ÖVP und SPÖ einen neuen Tiefpunkt erreicht, Schuldzuweisungen und Rücktrittsaufforderungen inklusive. Die SPÖ hat mit ihrer Anfrage zu den Tests gezündelt, die ÖVP den Brand befeuert. Dass Christian Fetz, der als Technikverantwortlicher die Diskussion über seine Person hautnah im Gemeinderat miterleben musste, das Handtuch als Teamleiter geworfen hat, ist ihm nicht zu verdenken.

Ganz klar ist bei den SPÖ-Fragen ein Misstrauen gegenüber Fetz durchgeklungen. Dass die SPÖ damit grundsätzlich alle Freiwilligen verunglimpft hat, entspringt der Interpretation der ÖVP. Durch diese Deutung hat sich das Thema in einer Weise aufgeschaukelt, wie es nicht nötig gewesen wäre – mit den bekannten Folgen. Dass die SPÖ jetzt argumentiert, sie hätte die falsche Anfragen-Version verlesen, macht die Sache endgültig zum Kindertheater – das in letzter Instanz vor allem dem Ansehen der Stadt schadet.