Auf den zweiten Blick sinnvoll. Über den neuen Trainer der Stockerauer Handballdamen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:11)

Die Fußstapfen, die Karsten Schneider hinterlassen hat, sind groß: der historische Cupsieg 2018, dazu Spitzenplätze in der Meisterschaft inklusive Europapokalauftritte. Der Ex-Trainer der Stockerauer Handballdamen hat eine erfolgreiche Ära in der Lenaustadt geprägt.

Sein Nachfolger wurde jetzt mit Moshe Halperin gefunden. Das überrascht auf den ersten Blick, war der gebürtige Israeli doch bisher nur im Nachwuchs tätig und ist im Frauenhandball noch gänzlich ohne Erfahrung – im erfolgsverwöhnten Stockerauer Umfeld eine mutige Wahl.

Allerdings bringt er zwei Eigenschaften mit, die Sportdirektor Wolgang Kaindl und Co. überzeugten: Erstens sein sozialer Umgang – eine Fähigkeit, die nicht gerade Schneiders Stärke war, weshalb es trotz der vielen Erfolge immer wieder zu atmosphärischen Störungen in der Mannschaft kam. Und zweitens sein Händchen für junge Spieler – beim anstehenden Umbruch bei den Lenaustädterinnen keine schlechte Qualifikation.

Wenn jetzt noch das Zusammenspiel mit Ex-Spielerin Viktoria Freimbacher als Co-Trainerin funktioniert, dann hat der Vorstand alles richtig gemacht. Deshalb, um den Kreis zu schließen, macht die Verpflichtung von Halperin auf den zweiten Blick sogar sehr viel Sinn.