Den Wirten fehlt das Personal. Über das Wirtesterben im Bezirk.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 28. August 2019 (05:15)

Das Wirtesterben im Bezirk geht weiter: Nach dem Traditionsgasthaus „Zum schwarzen Elefanten“ in Stockerau (wir berichteten, siehe unten) kündigt jetzt auch die Familie Fugger das Ende ihres Wirtshauses in Würnitz an. In den letzten Jahren mussten sich die Gäste schon von Gruber’s Wirtshaus in Stockerau und dem Gasthaus Schillinger in Großmugl verabschieden.

Das Kuriose: Keines der Wirtshäuser schloss wegen Gästemangel! Vielmehr waren es Personalprobleme, die ein Weitermachen unmöglich machten. Der Beruf des Wirtes ist schon unter normalen Umständen ein knochenharter Job, aber ohne Personal geht die Abend- und Wochenendarbeit an die Substanz.

Koch und Kellner sind aufgrund der Arbeitszeiten und der Bezahlung heute keine attraktiven Berufsbilder mehr. Beim Korneuburger AMS sind in dem Bereich immer freie Stellen zu finden. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenzahl in den letzten Jahren gestiegen. Ein Teufelskreis, aus dem Arbeitnehmer- und -gebervertreter nur gemeinsam ausbrechen können.