Stockerau

Erstellt am 06. Juni 2018, 05:00

von Michaela Höberth

Der Machterhalt steht über allem. Michaela Höberth über die rot-blaue Freundschaft in Stockerau.

Es scheint, als wären SP-Stadtchef Helmut Laab alle Mittel recht, um das gute Verhältnis zur FPÖ aufrecht zu erhalten – kein Wunder, sichert ihm die Gunst der Stadt-Blauen doch seine Mehrheit. Was er dabei aber vergisst, ist der Zuspruch seiner eigenen Partei: Immer lauter werden die Stimmen, die sich gegen das Nahverhältnis zur FPÖ auflehnen und auch jene, die sich einen anderen Stadtchef wünschen würden.

Dass sich Laab dann auch noch bei einer Personalbesetzung im Gemeindeamt auf die Seite der FPÖ schlägt, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack – vor allem, da FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube vorab mit dem Ende der Koalition gedroht hatte. Das wirft Fragen auf, die sich eigentlich von selbst beantworten sollten: Wem ist Laab verpflichtet? Der FPÖ oder seinen Mitarbeitern? Wer sollte ihm näher stehen? Die FPÖ oder seine eigenen Parteigenossen?

Eines ist klar: Geht es um die Wählerstimmen, wird ihm die FPÖ nicht zur Seite stehen. Spätestens 2020 wird sich zeigen, was die Wähler vom rot-blauen Schulterschluss halten.