Eine goldrichtige Entscheidung. Peter Sonnenberg über den Bisamberger Bernd Gschweidl und den SV Ried.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. August 2020 (03:32)

Dieser Rückschritt war definitiv ein Fortschritt – so und nicht anders kann der Wechsel des gebürtigen Bisambergers Bernd Gschweidl vom SCR Altach zur SV Ried im Winter im Nachhi nein betrachtet werden. Mit neun Treffern in 14 Partien war er maßgeblich am Meistertitel und Aufstieg der Oberösterreicher beteiligt, welcher am Freitagabend in dramatischer Art und Weise fixiert wurde. Dabei kam der Weinviertler oft nur als „Joker“ zum Einsatz.

Dennoch bekam er in der Hpybet 2. Liga, was ein jeder Fußballspieler braucht: Einsatzminuten und Vertrauen. Dieses bekam er eine Spielklasse höher in Altach nicht. In Ried dagegen war er als Stammkraft eingeplant – sofern es sein Rücken zuließ – und kickte in einer Mannschaft mit geballter, offensiver Feuerkraft. Das alles kam auch seinem Spielstil zu gute.

Die Ausgangslage war vielversprechend und ist es jetzt noch mehr: Gschweidl schlug im Innviertel ein und darf sich jetzt wieder mit den besten Mannschaften Österreichs messen – unter anderem auch mit dem SCR Altach und Trainer Alex Pastoor, nicht gerade ein großer Förderer von Gschweidl. Unterm Strich bleibt: Manchmal muss man eben einen Schritt zurückmachen, um zwei nach vorne gehen zu können.