Ex-SPÖ offenbart ihre Methoden. Über den Bruch zwischen Baumgärtel und der SPÖ.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:54)

Die SPÖ wird ihre Geister in Langenzersdorf nicht los. Viel zu lange hat man dem stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Baumgärtel freie Hand gelassen und seine – mittlerweile österreichweit bekannten – Facebook-Postings verteidigt. Das Parteiausschlussverfahren unmittelbar nach dem Funk tionsverbot sorgte dann für den endgültigen Bruch zwischen Baumgärtel und der SPÖ.

Dass Baumgärtel sich nicht klanglos zurückziehen würde, war zu erwarten. Dass er die Kränkung durch die eigene Partei nicht hinnehmen würde, auch. Jüngster Akt ist ein Austrittsschreiben, das von sechs Personen unterzeichnet ist. Der SPÖ-Bezirksorganisation wurde das Schreiben Anfang Dezember übermittelt. Jetzt, mitten im Gemeinderatswahlkampf, wurde es den Medien zugespielt – von Baumgärtel selbst. Laut SPÖ war einer der „Ausgetretenen“ nie SPÖ-Mitglied, drei andere an Baumgärtels Adresse zweitgemeldet. Und so offenbart die Ex-SPÖ langsam ihre eigenen Methoden.