Gute Miene zum bösen Spiel .... Über den jahrelangen ÖVP-Machtkampf in Sierndorf.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:35)

Dass es in der Sierndorfer ÖVP einmal kracht, war vorauszusehen. Die Arbeitsbeziehung zwischen Bürgermeister Gottfried Muck und seinem Vize Johann Eckerl stand von Beginn an unter denkbar schlechten Vorzeichen. Als Langzeitbürgermeister Gottfried Lehner sich zurückzog, galt Eckerl als der logische Nachfolger. Der Vize wurde bewusst als Nachfolger aufgebaut, so sah es zumindest aus. Doch Eckerl sollte ein Opfer der ÖVP-internen Bündepolitik werden, die einen Vertreter des Bauernbundes und nicht des Wirtschaftsbundes an der Spitze der Gemeinde sehen wollte.

Diese Wunden sind bei Eckerl, der jahrelang gute Miene zum bösen Spiel machte, offenbar nie verheilt. Sonst hätte er nicht gemeinsam mit der Opposition zumindest an einen Putsch gedacht. Dass er damit das Vertrauen des Bürgermeisters verspielt hat, liegt auf der Hand. Letztlich hat Eckerl nach parteiinternem Druck das Handtuch geworfen. Ein siebenjähriger Machtkampf hat damit sein Ende gefunden.