Integration als Selbstläufer. Veronika Löwenstein über einen Fall in Korneuburg mit Happy End.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 21. September 2016 (06:34)

Es gibt viele Integrationsprojekte für Flüchtlinge im Bezirk, in deren Rahmen sich vor allem Freiwillige darum bemühen, dass geflüchtete Menschen mit einer anderen Kultur Teil unserer Gesellschaft werden.

Manchmal braucht es aber keine aufgesetzten Projekte, sondern einfach eine gemeinsame Leidenschaft. Ali und Anas stammen aus dem Irak und spielen gerne Fußball. Und weil sie das nicht nur gerne tun, sondern auch noch Talent mitbringen, trainieren sich jetzt beim ASC Marathon.

Dort wurden sie sofort als gleichwertige Mitglieder aufgenommen. Sprache? Am Fußballplatz versteht man sich auch ohne das gesprochene Wort. Im Training und bei den Matches, die sie nach Erledigung der Formalitäten spielen dürfen, lernen sie natürlich die Sprache und unsere Kultur. Umso schöner, dass sie – obwohl ihre Übersiedelung vom Ministerium beschlossene Sache war – nun doch in Korneuburg bleiben dürfen.

Der aktuelle Fall ist ein Musterbeispiel an Integration, die dann am besten funktioniert, wenn der zu Integrierende gar nicht mitbekommt, dass er gerade integriert wird.