Mit Sprays die Angst schüren. über die FPÖ-Aktion, die keine „Lösung“ ist.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 15. September 2021 (05:51)

Die Stockerauer FPÖ musste für ihr „Sicherheitsprojekt“ viel Häme in den sozialen Medien einstecken. Die Befürchtung: Die Verteilung von Reizgas-Sprays würde die Stadt nicht sicherer, sondern unsicherer machen. Die FPÖ nennt Facebook-Berichte von Übergriffen als Anlass und preist den Spray als „Lösung“ für das Problem an.

Tatsache ist: Selbst wenn es vermehrt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, wird ein Reizgas-Spray im besten Fall die Symptome bekämpfen, niemals aber die Ursachen. Dafür gäbe es andere Möglichkeiten.

Wer das Problem wirklich bei der Wurzel packen will, müsste im ersten Schritt mit der Polizei analysieren, wo es konkret Probleme gibt und wer die Aggressoren sind.

Darauf müssen sich dann die Lösungsansätze aufbauen: Wo macht eine verstärkte Polizeiüberwachung Sinn, wo können Streetworker weiterhelfen? Ziel muss es sein, das subjektive Sicherheitsgefühl zu heben. Wer jedoch Reizgas-Sprays verteilt, schürt letztlich nur die Angst.