ÖVP macht sich viele Feinde. Über die ÖVP Stockerau und ihr Vorgehen in der Au.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 11. September 2019 (05:18)

Es gibt in der Lokalpolitik zwei Themen, mit denen eine Gemeinde mit einer hundertprozentigen Treffsicherheit die Bevölkerung gegen sich aufbringen kann: Windräder und Baumfällungen. Eschentriebsterben hin oder her, bei der Stockerauer Bevölkerung bleibt hängen, dass die neue ÖVP-geführte Regierung große Teile der Stockerauer Au roden will. In den so zialen Medien gehen die Wogen hoch, die Bürger fürchten um ihre „grüne Lunge“ und ihre „Lebensgrundlage“.

Die Stadt Stockerau hat unter Bauhofleiter Franz Els bisher die sanfte Methode bei den Eschenschlägerungen aufgrund eines Pilzbefalls verfolgt. Nur die kranken Bäume wurden aus der Au entnommen. Das hat in den letzten Jahren auch funktioniert. Warum die ÖVP jetzt den radikalen Weg einschlägt und sich mit einem Schlag eine so breite Front eröffnet, ist nicht nachvollziehbar. Die Haftungsfrage kann nicht das alleinige Argument sein, denn die könnte man an Experten auslagern, die die Eschen genau prüfen.