SIGNA: Gefahr und Chance. Über den Einstieg von SIGNA in das Werftprojekt.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:23)

Seit SIGNA vor rund einem Jahr 45 Prozent des Werftareals erworben hat, ist es um den groß aufgezogenen Werftentwicklungsprozess ruhig geworden – zumindest im öffentlichen Diskurs. Die Bürger, die den Rahmenvertrag wesentlich mitentwickelt haben, plagt jetzt die Sorge, dass der finanzstarke Investor die Pläne nicht mitträgt. Zwar waren die Grundstückseigentümer im Prozess eingebunden, doch zu dem Zeitpunkt war SIGNA noch nicht mit an Bord.

Die Stadt hat es jetzt in der Hand, die aufwendig erarbeitete Zukunftsinitiative in einen sicheren Hafen zu lenken, denn alleine schon durch die Aufteilung der erworbenen Fläche würde SIGNA ein Alleingang schwerfallen. Auch die ersten Signale sind vielversprechend und stehen auf Zusammenarbeit. Man kann den Einstieg des neuen Grundstückseigentümers aber auch als Chance sehen. Denn mit einer gewissen Finanzkraft im Rücken lassen sich visionäre Zukunftsprojekte eben auch viel schneller umsetzen.