U-Bahn: Weit weg von Realität. Über Projektideen eine Woche vor der Wahl.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:26)

Letzten Freitag präsentierte SPÖ-Bürgermeister Alexander Vojta sein Zehn-Jahres-Projekt von einer U-Bahn- und Schnellbahn-Verlängerung bis zum G3. Eine Woche vor der Gemeinderatswahl ist das wohl kein Zufall. Wirklich kreativ ist der Einfall allerdings nicht, dafür ist er einfach zu illusorisch.

Seit Jahrzehnten ist die U-Bahn-Verlängerung bis Stammersdorf immer wieder ein Thema. Aber selbst in dem Wiener Weinort, der in den letzten 25 Jahren bevölkerungsmäßig explodiert ist, ist bis dato nichts geschehen. Klar ist die Argumentation, dass gegen den steigenden Durchzugsverkehr etwas unternommen werden muss, nachvollziehbar.

Aber da muss Gerasdorf zuallererst selbst seine Hausaufgaben machen, anstatt die Lösung des Verkehrspro blems an das Land NÖ und die Stadt Wien weiterzugeben. Die Bürger erwarten sich, dass die Politik Maßnahmen setzt, die auch in ihrem eigenen Kompetenzbereich liegen und damit realistischer sind als eine U-Bahn bis zum G3.