Erstellt am 29. Dezember 2016, 05:00

von Michaela Höberth

Vereine brauchen Unterstützung. Michaela Höberth über die Probleme des Vereinswesens.

Für die Engagierten der Kinderfreunde Enzersfeld ist es ein herber Schlag: Dem Verein fehlt der Nachwuchs, Leute, die Verantwortung übernehmen wollen. Damit bringt das Jahresende das Aus für die Vereinigung. SP-Mandatar Andreas Neuwirth macht sich berechtigt Sorgen, dass bald auch andere Vereine in der Gemeinde vor dem Ende stehen könnten.

Leider sind die Kinderfreunde mit ihrem Schicksal nicht allein. Vor allem Zuzüglern aus Wien fehlt oft der Bezug zum neuen Heimatort, was auf Kosten der Vereine geht. Während man sich fernab der Stadt ein neues Familiendomizil aufbaut, bleibt der Lebensmittelpunkt durch Beruf und Bekannte oft in der Stadt verhaftet.

Es liegt hier nicht zuletzt in der Verantwortung der Politik, Anknüpfungspunkte zu schaffen. Gerade in einer kleinen Gemeinde wie Enzersfeld ist hier Einsatz gefragt. Es muss den Vereinen eine Plattform gegeben werden, um neue Leute begeistern zu können. Genügend Angebote seitens des Landes - wie die „Familienfreundliche Gemeinde“ - und Ideen anderer Gemeinden gibt es ja bereits.