Vielleicht klappt zweiter Versuch. Peter Sonnenberg über den Rückzug des FK Hagenbrunn.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 20. Dezember 2017 (05:00)

Groß waren Spannung und Vorfreude im letzten Sommer, als der FK Hagenbrunn bekannt gab, eine Mannschaft im Kampfmannschaftsbetrieb des NÖFV zu stellen. Mit Paul Scharner als Zugpferd waren auch anfänglich alle Augen auf den Neuling gerichtet.

Der Start glückte, doch dann kam der Einbruch: In den folgenden neun Spielen setzte es neun Niederlagen – inklusive Spuckattacke und Scharners Wechselkuriosum, als er drei seiner Spieler frühzeitig vom Feld nahm. Zudem verließ auch „Mastermind“ Sascha Gasthuber mit seinem „Tecnofutbol“-Konzept den Verein in Richtung Westen Österreichs.

Schon damals unkte man, dass das wohl das Ende in Hagenbrunn sei. Die Bekanntgabe von Scharner, dass sich die Kampfmannschaft mit Ende der laufenden Saison wieder vom Spielbetrieb zurückziehen wird, ist daher auch Wasser auf die Mühlen der Kritiker.

Allerdings zeugt es auch von Größe, dass der Verein selber zugibt, dass es ein Fehler war, schon heuer mit einer Kampfmannschaft zu starten. Jetzt gilt die vollste Konzentration wieder dem Nachwuchs, in Zukunft soll es aber noch einmal gewagt werden. Wenn dann aus den Fehlern des ersten Versuchs gelernt wurde, wird beim zweiten Mal auch anders laufen.