Wahlkampf statt Friedenslicht

Markus Glück über das politische Klima in Stockerau.

Erstellt am 16. Dezember 2014 | 08:12
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Eine Absage erteilten die Parteien dem Kampf um Wählerstimmen in der Punschzeit bei Bekanntgabe des frühzeitigen Wahltermins.

Seit vergangener Woche ist dieses Vorhaben in Stockerau endgültig gescheitert. Zu groß ist die Verlockung für die Opposition, nach Jahrzehnten der roten Vormachtstellung einen Wechsel an der Spitze herbeizuführen. Klar, dass dabei kein Fettnäpfchen von Bürgermeister Helmut Laab ausgelassen wird, um daraus politisches Kapital zu schlagen.

Bei Diskussionen um Äpfel oder Darstellungen in der Stadtzeitung rücken politische Themen in den Hintergrund. Die SPÖ lässt sich die Angriffe nicht mehr gefallen und reagiert trotzig, zuletzt beim traditionellen Jahresabschluss des Gemeinderates.

Dem politischen Klima der Stadt tun die Debatten nicht gut, zu tief sind die Gräben, die mittlerweile geschaufelt wurden. Doch eines dürfen alle Protagonisten nicht außer Acht lassen: Nach der Wahl wird keine Partei über eine absolute Mehrheit verfügen, ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander wird dann wieder gefragt sein.