War Vorarbeit ganz umsonst?. Über die Frage, was vom „Way2Smart“-Projekt bleibt.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 06. Januar 2021 (03:38)

Kann ein Wohnbau ökologisch und sozial zugleich sein? Das Korneuburger Gemeindebauprojekt „Way2Smart“ scheiterte an diesem Widerspruch und wurde wegen zu hoher Baukosten ad acta gelegt. Die Investi tionen für die Energieautarkie hätten die Mietpreise in die Höhe getrieben, so das ÖVP-Argument. Die Grünen trauern dem Vorzeigeprojekt nach und wollen möglichst viele Energie-Standards in das Nachfolgeprojekt „K2“ mitnehmen.

Doch schafft das neue Projekt den Spagat zwischen Klimafreundlichkeit und leistbaren Mietpreisen? Die Ausschreibung lässt viele Fragen offen. Zu viele aus der Sicht der Grünen. Sie fürchten, dass von der Grundidee des ersten Projekts nichts überbleibt. Die Skepsis ist wohl angebracht. Wer heute ökologisch bauen will, muss Geld in die Hand nehmen. Für die Gemeinde ist es letztlich auch eine Grundsatzentscheidung. Aber es stellt sich auch die Frage, ob vier Jahre Planungsarbeiten und Kosten für „Way2Smart“ völlig umsonst waren.