Manchmal tut’s die Information. Über die Frage, wann Bürgerbeteiligung sinnvoll ist.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 07. April 2021 (04:19)

Bürgerbeteiligung ist in den letzten Jahren immer mehr zum Schlagwort geworden, mit dem Politiker suggerieren, nicht über die Köpfe der Bürger hinweg zu entscheiden. Ernsthafte Beteiligung setzt Offenheit für neue Ideen voraus. Dem im Weg stehen in der Realität oft die Grenzen des Machbaren – oder auch finanzielle Hürden.

Es gibt Projekte, die sich für Bürgerideen eignen, und solche, die ungeeignet sind. Eine Hauptplatzumgestaltung ist prädestiniert dafür. Die Korneuburger Grünen fordern jetzt, dass die Anrainer beim Kreuzungsumbau Donaustraße/Ring mitreden sollen. Es geht dort um die Entflechtung der Verkehrsströme. Es liegt auf der Hand, dass Radfahrer andere Wünsche haben als Autofahrer oder Fußgänger.

Die Interessen aller Gruppen zusammenzuführen, kann nur Aufgabe von Experten sein, nicht der Bürger. Das entbindet die Stadt aber nicht davon, für eine ordentliche Information zu sorgen, in der offene Fragen erörtert werden.