Bloß nicht aus der Liga raus. Über den Auftakt in der Handball-Bundesliga.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 28. August 2019 (02:19)

Am Samstag geht die neue Saison der Handball-Bundesliga los. Für die Union Korneuburg gibt es das große Ziel, erneut den Sprung in das Obere Play-off zu schaffen – in einer (wahrscheinlich) sehr ausgeglichenen Liga keine leichte Aufgabe, vor allem, weil – aufgrund der enormen Dichte und geringen Unterschiede – ein Damoklesschwert sehr tief hängt: ein drohender Abstieg in die Landesliga, das schlimmstmögliche aller Szenarien.

Warum das? Weil der Unterbau des Handballs in Niederösterreich den Vereinsvertretern Schweißperlen auf die Stirn treibt. Die erste Landesliga ist auf fünf Teams geschrumpft, der Niveauunterschied zur Bundesliga beträgt mehr als nur eine Klasse, höflich formuliert. Und auch der NÖ-Cup ist eine Farce: Unter fünf Teilnehmern sind nur drei aus der ersten Landesliga – wertlos.

Matthias Keusch, der sport liche Leiter der Korneuburger, trifft es auf den Punkt, wenn er meint, dass jeder Absteiger aus Niederösterreich um Jahre in seiner Planung zurückgeworfen wird. Dennoch sei gesagt: Schlimmer geht immer. In Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland gibt es aktuell sogar überhaupt keine Landesbewerbe. Das ist für die blau-gelben Vereine aber nur ein schwacher Trost.