Das geht nicht mehr lange gut. Über das Corona-Chaos bei den Fußball-vereinen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 16. September 2020 (00:11)

Turbulente Tage liegen hinter den Fußball-Vereinsverantwortlichen im Bezirk. Grund, oder besser gesagt schuld, ist Covid-19. Beim SV Spillern, der zum zweiten Mal wegen positiver Fälle in Quarantäne musste, überlegte man sogar kurz, sich vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Jetzt macht man weiter, mit einer Mannschaft, die zur Hälfte aus Kampfmannschafts- und Reservespielern besteht – aus sportlicher Sicht wertlos.

Beim SV Langenzersdorf wiederum wollte man Eigenverantwortung beweisen und nach (bisher) zwei bestätigten Fällen die Partie gegen die FZSV Rußbach nicht bestreiten. Da war aber der Verband dagegen, da erst ab drei Fällen offiziell abgesagt werden kann. Da der SVL dennoch nicht antreten wird, wird das Ganze wohl mit einer Strafverifizierung enden – auch nicht im Sinne des Erfinders.

Zwei von dutzenden Fällen im Amateurbereich quer durch ganz Niederösterreich, die eine Frage aufwerfen: Wie lange geht das noch gut? Da geht es auch gar nicht so sehr darum, ob der Verband gut daran tut, den Spielbetrieb so lange (und krampfhaft) wie möglich aufrechtzuerhalten. Sondern vielmehr darum, ob dem Fußball so nicht die wichtigsten Leute davonlaufen bzw. abhandenkommen: die Kicker.