Das nennt man Liebe zum Sport. Über Gewichtheber Philipp Forster.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. November 2019 (02:11)

Gewichtheber Philipp Forster hat es wieder geschafft, zum siebenten Mal in Serie holte er sich den Staatsmeistertitel in seiner Klasse. Es ist auch die Belohnung für seine stetige Trainingsarbeit, welche trotz immer schwierigerer Umstände fast gleich blieb.

Warum schwierig? Mit viel Fleiß, Einsatz und Ausdauer schaffte es Forster innerhalb von wenigen Jahren an die nationale Spitze, galt jahrelang als legitimer Nachfolger von Matthias Steiner. National war er kaum zu schlagen, doch musste er dann zur Kenntnis nehmen, das international die Luft dünn wird. Vor allem, wenn man es mit fairen Mitteln versucht. Forster – der zwischenzeitlich auch beim Heeressport war – hatte nicht ansatzweise Lust, an das Thema Doping anzustreifen. Deshalb war schnell klar, dass der Fokus auf eine rein sportliche Karriere keinen Sinn mehr macht. So legte er ihn auf seine berufliche Karriere: Er absolviert gerade die Ausbildung zum Berufsoffizier, bleibt aber seinem Sport weiter treu.

Denn trotz aller Rückschläge macht ihm das Gewichtheben nach wie vor genug Spaß, um seine Freizeit dafür zu opfern. Zwar nicht mehr ganz in dem professionellen Umfang wie früher, aber dafür mit Liebe zum Sport. Und das zählt mehr als jeder Sieg.