Das nennt man Zusammenhalt. Über die Korneuburger Handballherren.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 28. Oktober 2020 (00:52)

Hilfe zur Selbsthilfe – so kann der Live-Stream der Korneuburger Handballherren beim ersten „Geisterspiel“ in der Franz-Guggenberger-Sporthalle bezeichnet werden. Wobei die Fans der Unionerjungs ja nur physisch fehlten, denn psychisch-moralisch fieberte man zahlreich mit.

Egal ob in der Sportkantine der Halle, wo sich aufgrund der Gastrolizenz ausgewählte Mitglieder und Funktionäre zum Public-Viewing trafen – natürlich unter Einhaltung der Covid-19-Vorgaben –, oder im Korneuburger Lokal „Qube“, wo man gemeinsam die Daumen drückte. Oder in den eigenen vier Wänden, aus denen viele nette Bilder an die Webmaster geschickt wurden.

Das beweist nicht nur, dass die Handballszene in der Bezirkshauptstadt auch in schweren Zeiten zusammenhält, sondern auch, dass wo ein Wille, auch ein Weg ist.
Für den umtriebigen Sektionsleiter Matthias Keusch war jammern nie ein Thema, er versucht, den Vorgaben, Verboten und Verordnungen mit ganz viel Kreativität zu begegnen. Und er beweist damit auch, dass es – allen Unkenrufen zum Trotz – im Sport nicht immer nur darum geht, dass zwei Mannschaften um Sieg, Unentschieden oder Niederlage spielen. Sondern in Wahrheit um viel, viel mehr.