Das schwächste Glied der Kette. Über den Korneuburger Trainerwechsel.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 18. September 2019 (02:15)

Die schöne Fußballphrase, wonach ein Trainer immer das schwächste Glied der Kette ist, hat sich mit der Entlassung von Trainer Stefan Jaschke beim SC Korneuburg wieder einmal bestätigt. Dabei wäre es zu billig, ihm die Alleinschuld zu geben, dass die Korneuburger Startruppe den Saisonstart in der 2. Landesliga total ver patzt hat, wenngleich es seine Aufgabe gewesen wäre, aus den zahllosen hochkarätigen Individualisten eine Einheit bzw. Mannschaft zu formen. Das glückte ihm scheinbar nicht: Präsident Andreas Ubl sprach ganz offen davon, dass Jaschke keinen Draht mehr zur Mannschaft fand.

Das ist insofern verwunderlich, weil die Vorbereitungszeit reibungslos und ergebnistechnisch zufriedenstellend verlief. Aber wieder einmal zeigte sich, dass Vorbereitung und Meisterschaft zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Genauso wichtig wie ein neuer Trainer sind jetzt die alten Spieler, die in der Bringschuld stehen. Ein Coach, mit dem es nicht funkt, okay, ein Zweiter wäre vor den Vereinsverantwortlichen aber nicht mehr zu rechtfertigen. Dann muss nicht mehr nur die Trainerposition, sondern vor allem die Kaderzusammenstellung hinterfragt werden.