Ein Rückschritt als Fortschritt. Über den Wechsel von Bernd Gschweidl zum SV Ried.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:15)

Es ist knapp zwei Jahre her, da war der Bisamberger Bernd Gschweidl in aller Munde. Nach einem tollen Herbst 2017 beim Wolfsburger AC in der Bundes liga war der heute 25-Jährige sogar beim SK Rapid im Gespräch und wurde in manchen Medien schon ins Nationalteam geschrieben. Im Jänner 2020 ging es für ihn jetzt wieder eine Leistungsklasse tiefer in die Zweite Bundesliga zu Ried.

Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt in der Karriere aussieht, könnte auf den zweiten sehr wohl ein Fortschritt sein, vor allem, weil ihm zuletzt das abging, was ein jeder Fußballspieler braucht: Einsatzminuten. Diese bekam er in Altach nicht, in Ried dagegen ist er als Stammkraft eingeplant – bei einem Verein, der unbedingt in die oberste Spielklasse des Landes aufsteigen will und dementsprechend offensive Feuerkraft besitzt. Das sollte Gschweidls Spielstil zugutekommen.

Die Ausgangslage ist auf jeden Fall vielversprechend: Schlägt er in Ried ein, dürfte das für den weiteren Karriereweg Gold wert sein – inklusive Bundesligaaufstieg. Wenn nicht, dann geht es im Sommer wieder zurück nach Altach – auch kein Beinbruch und eine neue Chance. Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorn gehen zu können.