Noch immer das geringere Übel. Über den Re-Start der Handball-Bundesliga.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 18. November 2020 (00:23)

Eigentlich dachte Korneuburgs Handballsektionsleiter Mat thias Keusch, dass es frühestens im Jänner mit Spielen in Österreichs zweithöchster Spielklasse weitergeht. Doch dann beschlossen alle Vereine der Liga letzte Woche, sich dem Spitzensportkonzept zu unterwerfen. Dafür soll es auch vom Ministerium grünes Licht geben. Damit könnte wieder mit dem Training begonnen und vor Weihnachten noch Meisterschaftrunden absolviert werden.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir von fairen Wettbewerbsbedingungen weit entfernt sind. Die kurze Zeit zwischen dem Re-Start des Trainings und der Meisterschaft garantiert fast schon verletzungsbedingte Ausfälle. Das Coronavirus verschwindet damit auch nicht, Absagen und Verschiebungen werden weiter zu allwöchentlichen Begleitern. Ganz zu schweigen von den „Geisterspielen“, die abgesehen von fehlender Stimmung ein Loch ins Budget reißen.

Warum nimmt man den ganzen Aufwand dann auf sich? Ganz einfach: Weil das alles noch das geringere Übel ist. Das größere wäre, wieder für eine längere Zeit zu pausieren.