Nur Anerkennung fehlt jetzt noch. Über Lauf-Ass Andreas Vojta aus Gerasdorf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. Juli 2020 (00:34)

Eine Jahresweltbestleistung für den Gerasdorfer Leichtathleten Andreas Vojta – diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Natürlich sind seine aktuelle Traumzeit über 10.000 Meter und Platz eins der aktuellen Jahresweltbestenliste hauptsächlich dem Coronavirus geschuldet, da derzeit kaum Wettkämpfe stattfinden. Dennoch zeigt es, dass der 31-jährige Läufer auf dem richtigen Weg ist.

Vor allem, da ersichtlich ist, dass er auch auf der Unterdistanz – wie beim 1500-m-Sieg in Prag – derzeit etwas anzubieten hat. Zeigt die Formkurve weiter nach oben, dürfte er sich den Traum von seinen nächsten Olympischen Spielen, diesmal in Tokio 2021, wohl erfüllen. Allerdings wird Vojta dann auch Druck spüren.

Denn obwohl der Weinviertler seit Jahren verlässlich und souverän die Qualifikationsnormen für Welt- oder Europameisterschaften schafft, wollte es bei Großereignissen bisher nicht so recht klappen. Deshalb wird in der Öffentlichkeit nur wahrgenommen, dass Vojta am Tag X wieder nicht seine Leistung bringen konnte. Was die genauen Gründe sind, interessiert die Sportlaien zu Hause vor den Bildschirmen nicht.

Der Mittelstreckenläufer hat nämlich einen gewaltigen Nachteil: Er ist in einer Randsportart tätig, wo gerade in Österreich Erfolge nur bei Großveranstaltungen beachtet und honoriert werden. Unter diesem Aspekt heißt es in den nächsten Wochen und Monaten deshalb gleich doppelt Daumendrücken – nicht nur für eine starke Leistung von Vojta selbst, sondern auch für die Anerkennung, die ihm zusteht ...