So klappt’s mit dem Tokio-Ticket. Über das Gerasdorfer Lauf-Ass Andreas Vojta.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 19. Februar 2020 (02:20)

Mit Rückenwind wird das Geras- dorfer Lauf-Ass Andreas Vojta von der Halle in die Freiluft saison wechseln, um das große Ziel, die erneute Teilnahme an den Olympischen Spielen, zu schaffen. Indoor präsentierte sich der Mittelstreckenläufer (3.000 und 5.000 Meter) so stark wie schon seit Jahren nicht, er hielt mit europäischen Top-Läufern mit und schaffte Zeiten wie schon lange nicht mehr. Zudem spielt ihm der neue Qualifikationsmodus für Tokio 2020 in die Hände.

Im Gegensatz zu früher, als ein bestimmtes zeitliches Limit unterboten werden musste, kann heute das Ticket für Japan mittels Weltranglistenplatzierung gelöst werden. Konkret heißt das: Die drei besten Ergebnisse werden hergenommen und der Durchschnitt bestimmt die endgültige Platzierung. Im Fall von Vojta hieße es, aktuell wäre er 65. – bei 42 möglichen Olympiastartplätzen. Wenn man aber davon ausgeht, dass er sein aktuelles Top-Ergebnis vom Meeting Linz noch zweimal läuft, dann liegt er schon auf Rang 29 – und wäre beim größten Sportereignis der Welt über 3.000 Meter dabei, auch weil das neue System konstante Leistungen belohnt. Und wenn es einen Athleten gibt, der ein Muster an Konstanz ist, dann Vojta. Verdient wäre Olympia damit auf alle Fälle.