Trotzdem gibt’s nur Verlierer. Über das Urteil im Tischtennistitelkampf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 21. August 2019 (02:22)

Kollektives Aufatmen bei den Tischtennis-Bundesliga-Herren des UTTC Stockerau nach dem end gültigen Verbandsurteil, wonach die Lenaustädter doch Meister sind – knapp acht bzw. sieben Wochen nach der sportlichen Entscheidung an der Platte und dem erstinstanzlichen Urteil am grünen Tisch. Damals führte ein Eingreifen des Oberschiris, nach angeblich falschem Service, und vielen Emotionen zur Disqualifi kation. Freude kam bei UTTC Manager Stanislaw Fraczyk und Co. aber nicht auf.

Fraczyk überlegte schon den Gang zum internationalen Sportgerichtshof in der Schweiz, wenn Linz als Titelträger bestätigt worden wäre. Passend dazu über legen jetzt die Oberöster reicher, dieses Urteil in Lausanne juristisch anzufechten. So verkommt der Tischtennissport in Österreich zur Lachnummer. Eigentlich ist ein Meister ein Sieger, in dieser Causa gibt es aber nur Verlierer:

Stockerau, das um die Freude und Emotion eines Titels geprellt wurde, und Linz, das sich wochenlang als Meister fühlen durfte, um jetzt doch nur Zweiter zu sein. In beiden Fällen sind der Ärger, die Enttäuschung und Emo tionen verständlich. Und drittens der Verband, dem jetzt dringlich empfohlen wird, sein Reglement nachzujustieren, damit sich das nicht mehr wiederholt. Denn dass ein Meister, erst zwei Monate nach Saisonende, feststeht, das geht einfach nicht.