Wunder gibt es nicht immer. Über die Korneuburger Transferpolitik.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 09. Januar 2020 (01:00)

Dieses Szenario kommt einem bekannt vor im Bezirk: eine Mannschaft, die auf dem letzten Platz der Tabelle liegt, sich im Winter ordentlich verstärkt und den Kader total umkrempelt. Genau das machte der TSU Obergänserndorf vor einem Jahr in der 2. Landesliga und hatte damit Erfolg: Man schaffte nach einem Katastrophenherbst im Frühjahr doch noch das Wunder Klassenerhalt. Jetzt versucht der SC Korneuburg, es dem Lokal rivalen gleichzutun.

Fairerweise muss gesagt werden, dass die Ausgangslage trotz „Roter Laterne“ nicht ganz so hoffnungslos wirkt wie anno dazumal bei der Wagner-Elf und die Qualität im Kader der Korneuburger deutlich höher ist. Auf dem Papier sollte man also stark genug sein, um die Liga zu halten. Aber in der Praxis bleiben einige Fragen offen: Wie schnell findet sich diese komplett neue Mannschaft? Wie sehr kann der Herbst in der kurzen Zeit zwischen Vorbereitungs- und Frühjahrsstart vergessen gemacht werden? Und was bedeutet dieser Umbruch langfristig?

Denn gelingt der Klassenerhalt nicht, ist es fraglich, ob dieser (teure) Kader zusammengehalten werden kann. Wenn nicht, dann droht wieder ein kompletter Neuanfang. Und ewig kann dieses Spiel nicht gutgehen.