Zurück in die Zukunft als Ziel. Über die großen Ambitionen des SV Stockerau.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 03. Juni 2020 (02:31)

Ein frischer Wind weht seit Kurzem durch die Lenaustadt. Mit dem neuen Vorstand rund um Neo-Präsident Thomas Schmidt, einst selbst SV-Stockerau-Torjäger, gibt es neue Ziele.

Nachdem man in den letzten vier Jahren um die unteren Tabellenplätze kämpfte oder nur hauchdünn den Klassenerhalt in der 2. Landesliga schaffte, soll es jetzt nach oben gehen.

Zurück in die 1. Landesliga – unter diesem Slogan kann auch die Personalpolitik der letzten Wochen verstanden werden. Die Ablöse von Michael Gössinger, der sportlich im vergangenen Herbst nicht viel falsch machte, und die Verpflichtung des renommierten Thomas Slawik waren der erste Schritt. Im zweiten Schritt soll jetzt der Kader landesligatauglich gemacht werden.

Dabei wollen sich die Vereinsverantwortlichen aber Zeit nehmen, um potenziellen Neuzugänge auf Herz und Nieren zu prüfen. Sie alle sollen höher als in der 2. LL gespielt haben. Das ist auch gut so, denn was passiert, wenn man das nicht macht, hat der Bezirksrivale SC Korneuburg zu spüren bekommen: Als Titelfavorit gestartet, gelang der Klassenerhalt nur am „grünen Tisch“. Dieses Schicksal soll vermieden werden.

Gelingt das, darf wieder von einer glorreichen Zukunft geträumt werden. Stadion und Vergangenheit sind sowieso für Höheres geeignet. Jetzt muss die Mannschaft folgen. Im Frühjahr 2013 spielte der SV Stockerau zum letzten Mal in der 1. Landesliga – eine lange Zeit für den Traditionsverein. Wäre doch kitschig, wenn ausgerechnet 2021, zum 30-Jahr-Jubiläum des ÖFB-Cupsiegs, die Rückkehr gelingen würde.