Nachhaltigkeit ist jetzt gefragt. Peter Sonnenberg über die bevorstehende Frauenfußball-EM mit Österreich.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:00)

Erinnern Sie sich noch an den Frühsommer 2016? Ganz Österreich war im EM-Fieber, unsere Nationalmannschaft auf Platz zehn der Weltrangliste. Alle träumten schon vom großen Wurf. Das Ende der Geschichte ist bekannt: Vom enttäuschende Vorrunden-Aus hat sich der österreichische Fußball bis heute nicht erholt. Jetzt liegt es an der Frauen nationalmannschaft mit der Niederfellabrunnerin Manuela Zinsberger, es bei ihrer EM-Premiere besser zu machen.

Die Parallelen sind unverkennbar: mediale Aufmerksamkeit, hohe Erwartungen und großer Druck – daran sind David Alaba und Co. vor einem Jahr gescheitert. Für den heimischen Frauenfußball wäre es aber doppelt wichtig, dass es anders läuft. Trotz des nationalen Frauenfußballzentrums und des Aufschwungs der Nationalmannschaft fehlt noch immer die Akzeptanz. Ein Erfolg könnte dazu führen, dass weitere Mädels den Weg zum Fußball finden. Wie wichtig das auch auf der untersten Ebene ist, beweist ein Blick auf die Statistik: Bereits jetzt können in einigen Gemeinden, auch im Bezirk Korneuburg, Vereine ihre Nachwuchsmannschaften nur deshalb aufrechterhalten, weil Mädchen die Teams verstärken. Das wird in Zukunft nicht anders laufen. Umso wichtiger wäre es, sportlich erfolgreich zu sein. Alleine schon im Sinne der Nachhaltigkeit.