Rot und Schwarz im Teufelskreis. Michaela Höberth über das Fazit der NÖN-Sommergespräche.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 06. September 2017 (05:00)

Eines wurde bei den Sommergesprächen mit der Stockerauer Stadtpolitik ganz klar: Man steckt in einem Teufelskreis. Das zeigt sich vor allem zwischen der SPÖ und der ÖVP: Hier ist die Politik in vielen Punkten längst zu einer persönlichen Fehde geworden, wobei sich beide Seiten nichts schenken – offensichtlich auch zum Leidwesen der anderen Parteien, die sich einen konstruktiveren Zugang wünschen würden.

Die Wunden, die die Wahlen 2015 hinterlassen haben, sind tief. Und seitdem ist man nicht freundlicher zueinander geworden. Ob sich das Verhältnis zwischen Rot und Schwarz noch retten lässt? „Die Situation ist schwer zu verändern“, befindet SP-Stadtchef Helmut Laab. Eine Einschätzung, der man nur zustimmen kann, vor allem, weil sich beide Parteien viel von den nächsten Wahlen versprechen.

Fest steht: Lösen können diesen Konflikt nur die Parteien selbst, man müsste sich auf ein neues Miteinander fernab politischer Taktik einschwören. Es ist in letzter Konsequenz eine Frage des Willens. Wie gut das funktionieren kann, zeigt die Nachbarstadt Korneuburg.