Auf der Suche nach sich selbst. Kevin Kada über den Fehlstart des SV Stockerau in die neue Saison.

Von Kevin Kada. Erstellt am 13. September 2017 (02:39)

Fünf Spiele und nur ein Punkt – das ist die Bilanz des SV Stockerau zum Saisonauftakt. Ein erstes „Opfer“ dieses Fehlstarts wurde mit Kristian Fitzbauer auch bereits gefunden. Für ihn übernahm Patrick Jenisch.

Zumindest konnte man unter dem neuen Trainer nun den ersten Zähler holen. Ob man da allerdings von einem Trainereffekt sprechen kann, wage ich zu bezweifeln. Generell hat man bei den Lenaustädtern wohl das Problem am falschen Ort gesucht. Dass man Fitzbauer so schnell entlässt, war sicher nicht die beste Lösung für ein Problem, dessen Ursprung ganz woanders liegt.

Die Verunsicherung in Stockerau ist spürbar. Vor der Saison wurde das Team als die beste Mannschaft seit einigen Jahren gehandelt, nun ist man am harten Boden der Realität angekommen. War die Erwartungshaltung zu groß? Womöglich. Denn wenn die Spieler glauben, dass sie zu einem potenziellen Kandidaten auf den Titel gehören und es dann plötzlich doch nicht läuft, dann ist die Ernüchterung enorm.

Dementsprechend muss Jenisch nun mit seinen Spielern daran arbeiten, dass die mentale Stärke zurückkommt. Erst wenn diese Blockade überwunden ist und Stockerau zu sich selbst zurückgefunden hat, können die Lenaustädter auch wie- der Siege feiern.