Beißen, kratzen und kämpfen. Über die Talfahrt des SV Leobendorf.

Von Dominik Siml. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:43)

Sechs Spiele sind es noch, also 18 Punkte in der Verlosung, die der SV Leobendorf einsacken bzw. erkämpfen kann. Erkämpfen ist wohl die richtige Wortwahl, denn die Laschet-Mannen zeigten in der Vergangenheit oft, dass sie kicken können. Die richtigen Beißer und Kämpfer fehlen allerdings im Moment.

In der Vorsaison war es genau umgekehrt, alles schien von alleine zu laufen, Ferserl und „Gurkerl“ gehörten fast schon dazu. Nun rast der Leobendorfer Express nicht auf die Tabellenspitze zu, sondern ins Tal, ist nach der Niederlage gegen Mattersburg auf dem letzten Platz angekommen.

Die aktuelle Personalsitua tion kann keiner ändern, sicher wären ein Viertl und ein Batoha in dieser Konstellation Fixstarter und Vorbilder – sie sind aber verletzt. Deshalb müssen nun andere einspringen, egal ob jung, alt, Offensiv- oder Defensivspieler. Beißen, kratzen, laufen und kämpfen kann jeder, und das wird in den nächsten sechs Wochen mehr denn je gefragt sein. Denn eines ist klar: Fängt man nicht bald an, anzuschreiben, wird es – auch wenn im Winter ein Umbruch erfolgt und sich der Verein von einigen Akteuren trennt – mit einem Erfolgslauf im Frühjahr knapp und die Last der roten Laterne noch schwerer.