Großrußbach

Erstellt am 16. Januar 2019, 02:13

von Peter Sonnenberg

Eine Geschichte für Hollywood. Peter Sonnenberg über Snowboard-Ass Lukas Pachner.

Ein Schicksalsschlag, schmerzhaftes Zurückkämpfen, fulminantes Comeback sowie Happy-End – was nach einem kitschigen Hollywood-Film klingt, beschreibt die letzten zwölf Monate des Großrußbacher Snowboarders Lukas Pachner.

Die Geschichte passt aber zum gebürtigen Weinviertler, der eine ungewöhnliche Reise an die Spitze der besten Snowboardcrosser weltweit hinter sich hat. Als NÖ-Snowboardcrosser bei einem Wiener Verein muss man kreativ sein, es gibt ja in Ostösterreich keine Leistungssport-Schulmodelle für den Wintersport. Hinzu
kommen die fehlenden Berge und Snowparks, das für den Snowboard-Sport typische Terrain, welches im Großraum Wien nur limitiert zur Verfügung steht.

Pachner und Co. jammerten aber nicht, sondern hatten kreative Ideen. Beispiele gefällig? Im Sommer ging es zum Wakesurfen, welches in Bezug auf Feinmotorik, Stabilität und Technik dem Snowboard Cross durchaus nahe kommt. Oder zu Ausdauertrainings in Bikeparks. Dieser notgedrungen viel seitige Zugang zu den verschiedensten Sportarten sieht Pachner auch als einen der Hauptgründe für seinen raschen Sprung an die Weltspitze. Geht dieser auch in Zukunft weiter, dann wird sich vielleicht wirklich eines Tages Hollywood melden ...