Es bleibt ein fahler Beigeschmack. Peter Sonnenberg über turbulente Tage beim SV Spillern.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 19. Dezember 2018 (02:38)

Trainer weg, Obmann weg und auch die halbe Mannschaft weg – was beim SV Spillern in den letzten 14 Tagen passierte, reicht normalerweise für zwei oder drei Saisonen. Innerhalb von kürzester Zeit wurde aus einem Vorzeigeverein ein Chaosklub.

Dabei läuft es sportlich: In der Hinrunde reichte es zum Vizeherbstmeistertitel in der 1. Klasse Nordwest, bereits in den Spielzeiten 2016/17 und 2017/ 18 holte man die Ränge zwei und drei. Die Rückkehr in die Gebietsliga schien nur mehr eine Frage der Zeit, auch weil der Erfolg um Spieler trainer Markus Buchinger gesund gewachsen ist. Zumindest schien dies bis vor Kurzem so, ehe die Personalpolitik, aufgrund derer Buchinger das Handtuch warf, aufs Sparen ausgelegt wurde.

Dass ein Verein sparen will bzw. muss, ist an und für sich vernünftig. Dass man aber erst jetzt draufkommt, mitten in einer bis dato erfolgreichen Spielzeit, lässt einen fahlen Beigeschmack zurück. Denn dass es mittlerweile auch in einer 1. Klasse nicht mehr billig ist, an der Spitze mitzuspielen, ist hinlänglich bekannt. Nur hätte man dies allen Beteiligten ja schon vor Saisonbeginn sagen können. Das hätte das Ende der Ära Buchinger vielleicht beschleunigt, wäre aber bei weitem nicht so unwürdig gewesen, wie jetzt.