Totgesagte leben offenbar länger. Über das Obergänserndorfer Comeback.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 15. Mai 2019 (02:18)

Und plötzlich lebt er wieder, der Traum vom Klassenerhalt für die TSU Obergänserndorf in der 2. Landesliga. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen, nur gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, unter anderem Leader Mannersdorf – so spielt kein Absteiger.

Was zusätzlich Mut macht, ist die Auslosung in den nächsten Wochen: Zuerst warten die beiden Heimspiele gegen die zuletzt schwächelnden Bezirksrivalen aus Stockerau und Korneuburg, ehe es auswärts zum großen Abstiegs-Showdown mit Guntramsdorf kommt. Nach aktuellem Stand der Dinge, so fern es nur einen Absteiger gibt, hat es die Wagner-Elf plötzlich wieder selbst in der Hand, den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt zu schaffen.

Auch deshalb, weil es Spie lertrainer Michael Wagner schaffte, aus dem bunt zusammengewürfelten Haufen eine Einheit zu formen – in dieser kurzen Zeit eine Herkulesaufgabe. Das Risiko, das die Vereinsverantwortlichen um Präsident Franz Neumeyer eingingen, als sie im Winter die halbe Mannschaft austauschten und mit prominenten Namen ersetzten, war nämlich hoch. Doch dieser Mut scheint sich jetzt bezahlt zu machen.