Wunder gibt’s nur einmal. Über den Obergänserndorfer Klassenerhalt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 19. Juni 2019 (02:19)

Vom Fixabsteiger zum Klassenerhalt in nur wenigen Monaten – die TSU Obergänserndorf schaffte das „Wunder“ und bleibt der 2. Landesliga noch um ein weiteres Jahr erhalten. Dabei hätte nach dem katastrophalen Herbst mit nur zwei Punkten und keinem Sieg aus 13 Spielen niemand auch nur mehr einen Cent auf die Mannen von Spielertrainer Michael Wagner gesetzt.

Dennoch – um im Wettjargon zu bleiben – gingen die Vereinsverantwortlichen in der Übertrittszeit „All In“ und holten ein halbes Dutzend neuer, namhafter Spieler – ein „Bluff“, unkten viele; einer, der nie aufgehen kann, meinten andere. Sie alle sollten sich irren: Mit 21 Zählern aus 13 Spielen in der Rückrunde gelang noch der Sprung unter die Top fünf der Frühjahrstabelle und deshalb völlig verdient der Klassenerhalt.

So groß die Freude der Obergänserndorf jetzt auch ist, so sehr sollte man sich jetzt schon Gedanken machen, wohin es in Zukunft gehen soll, auch wenn die Vereinsverantwortlichen immer wieder betonten, dass ein Gebietsligaabstieg kein Weltuntergang sei. Oder anders formuliert: Wo sieht sich die TSU in ein paar Jahren? Denn eines ist klar, und diese Wette scheint in dem Fall eine sichere zu sein: So ein Hasardspiel wird nicht jede Saison gut ausgehen.