Traum vom Profi ist nicht alles. Über Oliver Pranjic und seine Karriere.

Von Dominik Siml. Erstellt am 17. Februar 2021 (00:42)

Früh in seiner Karriere war Oliver Pranjic privilegiert. Nicht nur, dass er mit übermäßigem fußballerischem Talent ausgestattet war, er schaffte es auch in ganz jungen Jahren in den Profizirkus. Davon träumen doch fast alle Fußballer, und nur die wenigsten schaffen es, ihren Traum in die Realität umzusetzen.

In der Nachbetrachtung war es für Pranjic wohl zu früh. Er war zu jung, hatte zu wenig Unterstützung und zu viele Flausen im Kopf. Nun ist er gereift, verletzungsfrei und dennoch erst 26. Mit dem Ehrgeiz und der Einstellung der letzten Jahre sowie den richtigen Leuten an seiner Seite muss die Regionalliga nicht zwangsweise die letzte Station sein. Möglicherweise klopft noch einmal ein Profiklub an.

Sollte es allerdings nicht so sein, ist es für den Dribblanski zu verkraften. Er kickt noch immer in der dritthöchsten Spielklasse, hat sich beruflich ein Standbein aufgebaut, von dem er gut leben kann, und das Wichtigste: Er hat wieder Spaß am Kicken gefunden. Und ganz ehrlich, diese Punkte sind viel wichtiger als alle Profiträume. Nicht nur für Pranjic ...