Verbrannte Erde und ein Vakuum. Über den möglichen Parteiausschluss von Baumgärtel.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:48)

Die Ortspartei Langenzersdorf hat es zur wohl bekanntesten SPÖ-Ortsorganisation in Österreich geschafft. Lange Zeit haben Bezirks- und Landes-SPÖ beide Augen zugedrückt. Mit dem pietätlosen Posting zum Fünffachmord in Kitzbühel war aber auch für die Parteikollegen der Bogen überspannt. Christoph Baumgärtel, „Mastermind“ hinter der Ortspartei, steht kurz vor dem Parteiausschluss.

Muss er gehen, hinterlässt er nicht nur viel verbrannte Erde, sondern auch ein Vakuum in der SPÖ Langenzersdorf; und das vier Monate vor der Gemeinderatswahl. Im Frühjahr haben sich vier SPÖ-Gemeinderäte von der Partei losgesagt, weil sie die Facebook-Postings nicht mehr mittragen wollten. Von
einem Neuanfang mit einem 20-köpfigen Team war damals die Rede. Allein, mehr als fünf Personen traten nie in Erscheinung. Die Richtung hat in der SPÖ Langenzersdorf schon lange nicht mehr gestimmt. Bezirks- und Landesorganisation haben zu lange zugeschaut, der Kollaps war vorhersehbar.