Zweiter Umbruch wird schwieriger. Über die Situation beim SV Stockerau.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 17. Juli 2019 (01:51)

Dieser Umbruch kam zwar nicht überraschend, in seiner Heftigkeit aber doch erstaunlich: Der SV Stockerau hat zehn Ab- und neun Zugänge zu verzeichnen, tauscht somit eine ganze Mannschaft aus. Es stellt sich die mehr als berechtigte Frage, ob das gut gehen kann in der 2. Landesliga, wo man keine lange Eingewöhnungsphase hat, ohne gleich wieder an das Tabellenende zu rutschen – eine Region, welche die Stockerauer aus den Vorjahren nur all zu gut kennen.

Trainer Michael Gössinger und An dreas Steininger, der neue sportliche Leiter, sind zuversichtlich, dass dieser Umbruch erfolgreich gemanagt wird. Ihr Optimismus in allen Ehren, letztendlich liegt die Wahrheit auf dem Platz. Allerdings haben die Lenaustädter ein gutes Beispiel direkt vor der Nase: Obergänserndorf machte es im Winter vor und schaffte noch den Klassenerhalt.

Und Stichwort Platz: Auch abseits davon kommt es nach dem Aus von Langzeitpräsident Othmar Holzer zum Umbruch. Noch steht allerdings in den Sternen, wer den Verein längerfristig führen soll. Diese Entscheidung wird auch deutlich wichtiger sein als die Frage nach einer ge- oder missglückten Kaderzusammenstellung. Denn eine Zukunft tiefer ist immer noch besser als gar keine. So gesehen wird dieser zweite Umbruch wohl noch schwieriger.