Korneuburger Reparaturcafé: Aus Alt mach Neu. Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“ entwickelt sich zum Hit. Reparieren statt Wegwerfen ist die Devise – und das alles kostenlos.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 15. Januar 2020 (05:04)
Grünen-Stadträtin Elisabeth Kerschbaum ist Stammgast im Reparaturcafé und schaut Initiator Andreas Mathes gerne beim Arbeiten über die Schulter. Mathes: „Wir suchen immer wieder Leute, die uns mit ihrem Fachwissenunterstützen können.“
Preineder

Der Ärger ist groß: Just nach Ablauf der Garantiezeit gibt der Staubsauger den Geist auf. Was bleibt einem anderes übrig, als einen neuen zu kaufen? Die Antwort darauf gibt das Reparaturcafé in der Michlfarm, wo man die Devise „Reparieren statt Wegwerfen“ zum Programm gemacht hat. Auf Initiative des Holzkünstlers Andreas Mathes gibt es seit letzten Oktober jeden zweiten und vierten Samstag im Monat die Möglichkeit, einen solchen Dienst in Anspruch zu nehmen.

„Wir verstehen uns nicht als Reparaturwerkstätte, sondern bieten Hilfe zur Selbsthilfe an“, schickt Mathes voraus. Einfach kommen und anmelden genügt. Auf der Website der Michlfarm kann man sich dann über Näheres informieren, etwa, ob es an einem Tag beispielsweise einen Schwerpunkt auf Elektronik gibt. Grenzen gibt es lediglich beim Volumen des Reparatur guts – nämlich „alles, was man tragen kann“.

Beim NÖN-Lokalaugenschein glich die Michlfarm einer Heinzelmännchen-Werkstätte. „Das dient auch dem so zialen Gedanken. Beim Reden kommen die Leut zam“, freut sich Mathes. Übrigens: Alles passiert ehrenamtlich und ohne Gebühren. „Wir sind keine Konkurrenz zu Dienstleistern“, so Mathes.

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