Korneuburgs Büchereien: Vision von einem Standort. Stadtbücherei und Pfarrbibliothek wollen sich künftig untereinander abstimmen.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 22. Januar 2020 (05:15)
Im Lebensbereich Bildung & Lernen der Stadterneuerung wurde die Idee der Zusammenarbeit der beiden Büchereien geboren. Mittlerweile wurden konkrete Schritte gesetzt, wie Bürgermeister Christian Gepp, Bibliotheksleiterin Hedwig Weiß (Pfarrbibliothek), Bibliothekarin Christine Mischek (Stadtbücherei), Pfarrgemeinderat Peter Schindler und Initiator Klaus Michal (v.l.) zeigen. Foto: privat
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Seit Jahrzehnten gibt es die Stadtbücherei und die Pfarrbibliothek in Korneuburg, Berührungspunkte gab es bisher keine. Das hat sich nun geändert: Die beiden Büchereien starteten mit Jahresbeginn in eine neue Ära. Sie kooperieren und bieten einen attraktiven Zusatz-Service für alle Leser.

In einem ersten Schritt wurden die Öffnungszeiten angepasst. „Außer Montag und Samstag hat nun jeden Tag eine öffentliche Bücherei geöffnet“, freut sich Klaus Michal über die ersten Erfolge. Er ist sowohl Mitglied des Gemeinderats als auch des Pfarrgemeinderats und hat die Zusammenarbeit im Rahmen der Stadterneuerung gemeinsam mit Brigitte Sekanina auf Schiene gebracht.

„Ich habe die ehrenamtlichen Leiter beider Bibliotheken einfach mal eingeladen, damit sie sich kennenlernen“, schildert der Leiter des Lebensbereichs Bildung & Lernen. Nach einer ersten Zusammenarbeit beim Bibliotheksführerschein für Schüler soll der Austausch noch weitere Früchte tragen und die Nutzungsbedingungen vereinheitlicht werden. Künftig soll man mit einer Einschreibung beide Büchereien nutzen können. Auch den Büchereinkauf wollen die Institutionen miteinander abstimmen.

Gedanklich ist Michal aber schon einen Schritt weiter: Mit der Zusammenlegung auf einen Standort könnten weitere Synergien genutzt werden. „Meine Vision ist der Ausbau zu einer modernen Bibliothek, wo Bücher und ein Internet-Café Platz finden“, überlegt er, „das wäre auch für die Nutzer einfacher“, folgert er.

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