Ganz bewusst einkaufen mit FoodCoop-Gemeinschaft . Stadt Korneuburg trat Gemeinschaft bei, die sich an Konsumenten regionaler Bio-Lebensmittel richtet.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 24. April 2021 (03:58)
Freuen sich über das neue Angebot: Gründungsmitglied Christina Schwarzenberger, Andreas Matthes, Stefanie Propst, Bettina Stuttner, Alfred Zimmermann und Elisabeth Kerschbaum. Maria Faber kauft bereits bei FoodCoop ein.
privat

Ein Bauernmarkt mitten in der Stadt – in der Bezirkshauptstadt ist das nun gelungen. Im März beschloss der Gemeinderat die Mitgliedschaft bei der Lebensmittelkooperative FoodCoop und gründete einen Verein. Die Stadt übernahm dafür den Mitgliedsbeitrag von 100 Euro, der vor allem für die Finanzierung des Lagers sorgen soll.

Was ist FoodCoop? Dabei handelt es sich um eine Einkaufsgemeinschaft für regionale Bio-Lebensmittel, von Gemüse und Obst bis hin zu Fleisch, Fisch und allen Arten von biologisch-bäuerlichen Produkten. Eine der Initiatorinnen ist Grünen-Gemeinderätin Elisabeth Kerschbaum, sie erzählt: „Wer gerne bewusst einkaufen, aber nicht jeden Produzenten einzeln abklappern, will, ist bei der FoodCoop Korneuburg richtig.“

„Wir wollen Bio- Lebensmittel, möglichst aus der Region, zu einem auch für die Landwirte und Produzenten fairen Preis.“ Elisabeth Kerschbaum, Grüne

Über den Verein werden saisonale Produkte eingekauft, die von den Mitgliedern auf einer Online-Plattform bestellt und vom Lager am Scheibenstand abgeholt werden können.

„Wir sind ein Zusammenschluss von Konsumenten, die nicht jede Verpackung dreimal umdrehen wollen, um zu wissen, woher das Produkt kommt. Wir wollen Bio-Lebensmittel, möglichst aus der Region, zu einem auch für die Landwirte und Produzenten fairen Preis“, so Kerschbaum.

ÖVP-Umweltstadtrat Alfred Zimmermann sieht darin aber auch einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz: „Regional bedeutet kurze Transportwege, somit weniger CO 2 und weniger Müll. Ökologischer Anbau schützt die Umwelt und trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei.“ Außerdem würde man auf diesem Weg faire Arbeitsbedingungen unterstützen können und Bewusstsein für gesunde Ernährung und Umwelt fördern, ergänzt er. Sobald es die Corona-Situation wieder zulässt, will man auch Ausflüge zu den Betrieben durchführen.

Je mehr Menschen mitmachen, desto breiter kann das Angebot werden. Weitere Infos findet man online unter korneuburg.fcoop.at .