Gehweg in der Wiener Straße ist ein Kompromiss. Der Umbau des Gehsteigs in der Wiener Straße sorgt für Unverständnis. Bauamtsleiter Schenk klärt über die Hintergründe auf.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 09. Mai 2021 (04:33)
Nachher: Der Gehsteig verengt sich bei der Bushaltestelle.
Löwenstein, Löwenstein

Die Stadt baut Radwege. So auch in der Wiener Straße im Bereich des Musikfreundessaals. Dort wurden die Stiegen verkleinert, das Geländer entfernt und eine Busbucht samt Radweg errichtet. Wermutstropfen: Der Bereich für die Fußgänger ist im Bereich des Buswartehäuschens sehr schmal – zu schmal, wie manche Fußgänger finden.

Vorher: Stiegen und Geländer behinderten die Fußgänger.
Stadtgemeinde, Stadtgemeinde

„Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich dort gehe“, wandte sich eine Korneuburgerin erbost an die NÖN, „wenn man dort mit einem Kinderwagen und einem Kind an der Hand geht, ist einfach kein Platz.“ Auch Menschen mit Rollator hätten es schwer, sich zwischen Radweg und Bushaltestelle „durchzuzwängen“. Dass der Radweg so breit und der Gehsteig so schmal ist, ist für sie vollkommen unverständlich.

Die Engstelle ist auch Bauamtsleiter Wolfgang Schenk durchaus bewusst, doch die Plätzverhältnisse hätten es nicht anders zugelassen: „Es ist ein Kompromiss“, wirbt er um Verständnis. Vorschrift sei nämlich eine 1,5 Meter breite „Auftrittsfläche“ für die Menschen, die aus dem Bus steigen. Andernfalls würden die Öffi-Nutzer beim Schritt aus dem Bus direkt am Radweg stehen. Und da auch der Radweg eine Breite von zwei Metern aufweisen muss, bleibe für den Gehweg in dem kurzen Bereich nur begrenzter Platz, erläutert Schenk die Situation, die sich aus Vorschriften und Vorgaben ergeben habe. Er ist aber überzeugt: „Gegenüber früher ist es auf jeden Fall eine Verbesserung!“ Der Radweg hätte sich jedenfalls schon bewährt und würde gut frequentiert werden, berichtet er.