Generationencampus: Grünes Licht für Projekt. Seit Jahren wird an der Zusammenführung von Jugend- und Pflegeheim gefeilt. Seit letzter Woche gibt es nun auch einen Regierungsbeschluss und damit grünes Licht.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 27. September 2017 (05:00)
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Derzeit werden das Sozialpädagogische Betreuungszentrum (SBZ – früher Jugendheim) und das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum (früher Pflegeheim) in einer räumlichen Entfernung von rund 500 Metern unabhängig voneinander betrieben. Das soll sich künftig ändern, die beiden Einrichtungen werden bis 2021 zum „Generationencampus“ zusammengeführt.

Letzte Woche wurde das Projekt auch in der niederösterreichischen Regierungssitzung beschlossen. „Die in beiden Einrichtungen notwendigen Baumaßnahmen nehmen wir zum Anlass, um an einem gemeinsamen Standort in Zukunft den Anforderungen an zeitgemäße Pflege-, Betreuungs- und Ausbildungskonzepte zu entsprechen. Mit dem ersten Projekt in dieser Form leben wir wegweisend vor, was Synergienutzung und zukunftsorientierte Planung bedeutet“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Neuerungen.

„Der künftige Betrieb beider Einrichtungen an einem Standort schafft die Voraussetzung für eine sparsame Betriebsführung.“Johanna Mikl-Leitner

Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 49 Millionen Euro ist in vielerlei Hinsicht vorbildlich: So werden durch die Umsetzung des Wohngruppenkonzepts kleinteilige, überschaubare Einheiten für beide Bereiche geschaffen. Grundsätzlich bleiben beide Einrichtungen selbstständig und verfolgen ihre Konzepte, es soll aber mehrere - auch bauliche - Berührungspunkte und Synergieeffekte geben.

"Lebenswelten zusammenführen"

„Es geht darum, wie man die verschiedenen Lebenswelten zusammenführen kann“, erklärte Markus Mattersberger, der diese Zusammenführung planerisch begleitet, in einem NÖN-Interview vor einiger Zeit. Ein „Dorfplatz“ könnte so ein Ort der Begegnung sein, wo sich der Alltag auf Bänken, beim Frisör oder auch im öffentlichen Kaffeehaus abspielt.

„Die Förderung des generationenübergreifenden Miteinanders sowie Kooperationen mit den nachbarschaftlichen Bildungseinrichtungen stellen einen Meilenstein dar“, beschreibt Mikl-Leitner. Mit dem Betrieb zweier Landeseinrichtung an einem Standort hofft man auf eine effiziente und sparsame Betriebsführung und letztlich sogar auf eine Einsparung in der Höhe von rund zwei Millionen Euro.