Korneuburg

Erstellt am 11. Januar 2017, 12:41

von Veronika Löwenstein

Gericht stoppt Gardena-Projekt. Für die Anrainer der sogenannten Gardena-Gründe kam das Christkind schon am 23. Dezember. An dem Tag trudelte mit der Post die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts ein und gab der Beschwerde der Anrainer recht.

NÖN

Diese hatten zuvor die Baubewilligung des Bauprojekts am Stettnerweg 11-15 beeinsprucht. 96 Eigentumswohnungen, eine Kleinkindergruppe, eine Tiefgarage sowie Abstellflächen im Freien sollen dort entstehen, wo früher die Firma Gardena ihre Hallen hatten. Der Ball liegt jetzt wieder beim Stadtrat, der das Wohnbauprojekt im Juni noch durchgewunken hatte.

„Wir sind wahnsinnig erleichtert“, freut sich Anrainerin Elisabeth Fasina über die Rechtsprechung, „wir wurden ja als Querulanten hingestellt und überfahren“.

Anrainer hoffen auf Umplanung

Hauptkritikpunkt des Landesverwaltungsgerichts sind fehlende Gutachten bzw. Gutachten, bei denen sich die Stadt ohne Überprüfung der Richtigkeit auf die Befunde des Bauwerbers verlässt. Im Zentrum steht ein fehlendes Bodengutachten, das darstellen soll, wie sich der Grundwasserspiegel durch die Spundwände der Tiefgarage auf die Fundamente der benachbarten Gebäude auswirkt.

VP-Stadtchef Christian Gepp nimmt die Entscheidung gelassen: „Wir sehen uns an den Beschluss gebunden und werden der Aufforderung selbstverständlich nachkommen.“

Bauwerber hält an Projekt fest

Mit der Gerichtsentscheidung verbinden die Anrainer nun die Hoffnung, dass der Bauwerber von seinem jetzigen Projekt abrückt und umplant.

Doch davon lässt sich die „Stettnerweg 11-15 Liegenschaftsentwicklungs-GmbH“, die seit dem Jahreswechsel und einem Verkauf der NOE Immobilien Development AG (NID) an Investoren nicht mehr Teil des HYPO-NOE-Konzerns ist, nicht beeindrucken. Man halte an dem Projekt in der Form fest, sagt NID-Pressesprecher Thomas Brey, „es gibt keinen Grund, etwas umzuplanen.“