Käufer für Kloster und Kirche ist gefunden

Erstellt am 15. Juni 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8387999_kor24stadtkor_augustinerkloster.jpg
Das Augustinerkloster (Bild) wird von der Stadt verkauft, die Kirche von der Erzdiözese Wien. Es wird ein gemeinsames Nutzungskonzept geben.
Foto: Museumsverein
Das Projekt und die künftige Nutzung des Augustinerklosters und der Augustinerkirche in Korneuburg werden der Öffentlichkeit vorgestellt.
Werbung

Das Projekt, das im Besitz der Gemeinde befindliche Augustinerkloster mit der Augustinerkirche, die sich im Eigentum der Erzdiözese Wien befindet, gemeinsam zu vermarkten, nimmt konkrete Formen an: Nach mehrjähriger Vorbereitung und einem Bieterverfahren zum Verkauf der beiden Gebäude wurde nun ein geeigneter Käufer gefunden.

Dieser ist aus einem mehrstufigen Bieterverfahren als Sieger hervorgegangen. Laut Stadtgemeinde hätte sich der Käufer „mit einem überzeugenden Sanierungs- und Bebauungskonzept sowie einem durchdachten und nachhaltigen Konzept für die weitere Nutzung“ bei einer Fachjury durchgesetzt.

Das Nutzungskonzept sieht eine Belebung des historischen Gebäudes und der dazugehörigen Freiflächen als Erweiterung des Stadtzentrums vor. Eine Mischung aus Gastronomie und Gewerbe, Wohnen und Arbeiten, Kunst und Kultur sowie die Schaffung eines attraktiven Freiraums sollen eine vielfältige und nachhaltige Nutzung des Standorts bieten. Kloster und Kirche werden nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamts saniert, es erfolgt eine technische Modernisierung und Herstellung von Barrierefreiheit gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Neubau ergänzt historischen Bestand

Der historische Bestand wird durch einen zeitgemäßen Neubau an der Laaer Straße ergänzt. Es wird im hinteren Bereich zusätzlich ein hochwertiger und öffentlich zugänglicher Frei- und Grünraum samt Kinderspielplatz geschaffen. Die öffentliche Durchwegung des Areals, z. B. von der Laaer Straße zur Stockerauer Straße, wird im Grundbuch eingetragen und bleibt für immer erhalten.

Der Kreuzgang und die Augustinerkirche werden laut dem zuständigen ÖVP-Gemeinderat Klaus Michal profanisiert, also entweiht, und zu einem Kulturzentrum umfunktioniert. Wichtig war ihm, dass Kirche und Freiräume öffentlich zugänglich bleiben – zumindest zu gewissen Öffnungszeiten. „Die Kirche bleibt trotzdem ein denkmalgeschützter Ort, an dem die Würde und Geschichte gewahrt bleibt“, betont Michal. Am Abend sollen künftig Kulturveranstaltungen stattfinden, wie auch schon jetzt manchmal der Fall.

Das großformatige Altarbild an der Abschlusswand, eines der Hauptwerke des Malers Franz Anton Maulbertsch, bleibt genauso erhalten wie die Seitenaltäre, lässt Michal wissen. „Das Nutzungskonzept ist ein Mehrwert für die Stadtgemeinde und wird die Stadt weiter beleben“, ist er überzeugt.

Den Namen des Käufers will man noch nicht preisgeben, „er hat aber Erfahrung mit denkmalgeschützten Objekten“, verrät Michal. Der Käufer wird seine Pläne der Öffentlichkeit vorstellen. „Alle Bürger und Bürgerinnen sind herzlich zur Präsentation und zur anschließenden Diskussion eingeladen“, so die Stadtgemeinde.

Weiterlesen nach der Werbung