Krokodil in der Donau?. Drachenbootrennen im Korneuburger Werftbecken wurde unterbrochen. Eine Frau will im Bereich der Naturfreunde ein Krokodil gesichtet haben und legte als Beweis Fotos vor. Veranstalter des Drachenbootrennens sind skeptisch.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 23. August 2014 (18:09)
Hier noch ein Foto von der Kroko-Suche. Bildtext: Polizei und Feuerwehr suchten das Werftbecken mit Wärmebildkameras nach dem Reptil ab, die Teilnehmer des Drachenbootrennens mussten warten.
NOEN, Foto: privat
Eigentlich hätte am Samstag um 14 Uhr das traditionelle Drachenbootrennen der LEADER-Region Weinviertel-Donauraum in der Korneuburger Werft starten sollen. Doch für die rund 700 Teilnehmer hieß es vorerst "Bitte warten". Eine Frau hatte kurz zuvor bei der Polizei gemeldet, dass sie in unmittelbarer Nähe ein drei bis vier Meter langes Krokodil im Wasser gesichtet hatte.

ie fertigte noch Fotos von dem Tier an, bekam es dann aber mit der Angst zu tun und lief davon, wobei sie zu Sturz kam und sich am Knie verletzte. Die Polizei nahm die Meldung ernst und verständigte sofort die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg und die Wasserpolizei. „Wir sind gemeinsam den ganzen Hafen mit Wärmebildkameras abgefahren, aber Krokodil war keines da“, schildert Feuerwehrkommandant Martin Schuster gegenüber der NÖN.

Werftbecken wieder für die Veranstaltung freigegeben

Die Frau hatte angegeben, das Krokodil bereits vor 14 Tagen gesichtet zu haben, ohne aber Meldung zu erstatten. Auch damals fertigte sie Fotos an. „Das hätte aber auch ein Ast sein können“, sagt LEADER-Sprecher LAbg. Hermann Haller. Auf den aktuellen Fotos sei aber eindeutig ein ausgewachsenes Krokodil zu erkennen gewesen, gibt Haller zu. Er ist dennoch skeptisch: „Die Frage ist, wo die Fotos gemacht wurden, auf den Fotos war das Wasser deutlich blauer.

Die Frau hat das mit der Sonneneinstrahlung begründet.“ Nach Rücksprache mit Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Gerlinde Draxler wurde das Werftbecken jedenfalls wieder für die Veranstaltung freigegeben. „Wir haben eineinhalb Stunden verloren“, ärgert sich Haller, der nicht so recht an die Krokodilsichtung glauben will. „Wir haben in der Sonne gewartet und mussten bei Regen starten.“ Die Veranstaltung ist derzeit noch im Gange, bis dato ist es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen.