Neue Technologie: Mit Kälte gegen Tumore

Mithilfe der sogenannten Kryoablation wurde im Landesklinikum Korneuburg zum ersten Mal ein Nierentumor behandelt. Die Methode bringt für die Patienten viele Vorteile.

NÖN Redaktion Erstellt am 29. September 2021 | 05:00
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Irene Steininger und Esther Lahner-Lauryn (beide Radiologietechnologinnen am Standort Korneuburg) mit Wolfgang Krampla, Leiter des Instituts für Radiologie, und Eckart Wildling, Leiter der Abteilung Anästhesie, nach der ersten Tumorentfernung mittels Kryoablation.
Foto: privat

Im Landesklinikum Korneuburg fand die niederösterreichweit erste Kryoablation, eine Tumorentfernung mittels Vereisung, statt. Die Methode stellt ein minimalinvasives Verfahren dar, dessen Vorteile in der geringen Belastung der Patienten, der schnellen und guten Schmerzreduktion sowie in der Möglichkeit wiederholter Anwendungen liegen.

Mit dieser Methode, die sich auch zur Behandlung von Lebermetastasen eignet, wurde nun erstmals ein bösartiger Nierentumor behandelt. Wolfgang Krampla, Leiter des Instituts für Radiologie, erklärt: „Bei der Kryoablation wird das Gewebe des in Narkose befindlichen Patienten auf minus 40 Grad gekühlt und dadurch abgetötet. Die Umgebung bzw. das Nachbargewebe bleibt dank genauer Beobachtung unter dem Computertomografen weitgehend unberührt. Ein Vorteil für die Patienten ist, dass sie schon nach wenigen Tagen das Spital wieder verlassen können und weitgehend schmerzfrei sind.“

Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf zeigt diese neue Technik, „dass Niederösterreich für Spitzenmedizin steht und auf sein Spitzenpersonal, das hochkomplex und hochspezialisiert arbeitet und operiert, stolz sein kann“.