ÖVP-Wahlkampfstart: „Drei Wochen reichen“. Aufgrund des Vorzugsstimmensystems haben alle 74 ÖVP-Kandidaten die gleiche Chance.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 10. Januar 2020 (04:35)
Bürgermeister Christian Gepp und Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser sehen ihren bisherigen Weg bestätigt.
Löwenstein

Die Korneuburger ÖVP ist nach den Weihnachtsfeiertagen in den Wahlkampf gestartet. Für sie geht es vor allem darum, die absolute Mehrheit zu verteidigen. „Ein dreiwöchiger Wahlkampf muss reichen. Man kennt uns, wir sind seit 2010 Bürgermeister“, sagt Fraktionsvorsitzende und Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser. Sie führt ihre Partei schon zum fünften Mal in eine Gemeinderatswahl.

Mit 74 Kandidaten stellt die ÖVP das größte Team. Die Nachfrage nach einem Listenplatz sei sogar deutlich höher gewesen, „wir hätten noch einige gehabt, die mitgespielt hätten“, sieht Fuchs-Moser das große Interesse als eine Bestätigung des bisherigen Weges. Von den 74 Kandidaten haben alle die gleiche Chance auf den Einzug in den Gemeinderat, es entscheiden alleine die Vorzugsstimmen. „Bei uns ist niemand gesetzt“, betont die Fraktionschefin.

Sie selbst streut Stadtchef Gepp nicht nur Rosen, sondern stellt auch klar: „Vizebürgermeisterin bin ich nur unter Christian Gepp!“ Sie habe Gepp als „Brückenbauer und Netzwerker“ erlebt: „Alle Parteien haben Punkte, die sie wählbar machen, die Frage ist, wen man als Bürgermeister will“, stellt sie in den Raum.

Gepp fühlt sich gesund und fit, um 100 Prozent für seine Stadt zu geben: „Ich bin süchtig nach Korneuburg“, beschreibt er sich selbst, „ich kenne die Stadt wie meine Westentasche und weiß, wo der Schuh drückt“.

Das Wachstum der Stadt beurteilt der Stadtchef als Herausforderung und Chance gleichermaßen. Mit einer Bausperre und einem „Schranken für Baulöwen“ wolle man den Bauboom eindämmen. Auf der anderen Seite erinnert er auch an die positiven Nebenwirkungen: „Der Zuzug bringt auch viele positiven Geschichten, wie den Merkur, den Burger King oder die AHS.“ Bei Firmen verfolge man eine restriktive Ansiedelungspolitik: „Wir haben eine bestimmte Vorstellung, welche Betriebe wir haben wollen“, so Gepp, der verweist: „Korneuburg hat mehr Ein- als Auspendler!“

Für die Zukunft verspricht die ÖVP eine Attraktivierung des Hauptplatzes in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, den anderen Parteien und der Verwaltung. Lärmschutzmaßnahmen für die Gebiete neben der Bahn stehen auch ganz oben auf der To-Do-Liste. Von Lärmschutzfenstern bis zur Aufschüttung von Dämmen sei vieles denkbar, so Gepp: „Wir brauchen unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Bereiche.“